Build Up Tilt – Den Fragen auf den Grund gegangen

Build Up Tilt – Den Fragen auf den Grund gegangen

Juli 21, 2019 0 Von Nerdkram

„Du Hurensohn“ oder das britische äquivalent „Nobhead“, sind in der echten Welt eigentlich nicht so häufig verwendete Begriffe. Anders ist das in der Virtuellen. So sind die oben genannten Beleidigungen eher umgänglich für jeden der schon mal den Leage of Legends Launcher angefasst hat. Oder sonst irgendein Spiel in dem Menschen miteinander kommunizieren, ohne sich ins Gesicht zu sehen.

Ich denke das ist mittlerweile nichts neues, aber dennoch ist es nicht normal, dass sobald Menschen sich mithilfe einer Tastatur anstatt mit dem Mund unterhalten, es immer zu eher weniger als mehr, literarischen Ergüssen kommt.

Doch warum ist das so?

Der begriff Tilt ist mittlerweile gängig für den Zustand der emotionalen Auslieferungen an die virtuelle Welt, und dem nachfolgenden Kontrollverlust über das virtuelle Mundwerk.

„Tilt“ kommt ursprünglich aus dem Poker Jargon, und bezeichnet das langsame kippen der Stimmung der Spieler, wegen des Verlierens aufgrund einfacher aber immer wiederholter Fehler. Die Folge ist Frustration. Diese muss Irgendwo abgelassen werden, und das passiert eben in Videospielen über den Ingame-Chat.

Gerade Spiele wie LoL (League of Legends) werden direkt in Verbindung mit dem Begriff “Tilt” gebracht

Weshalb kommt es überhaupt dazu das du in den „Tilt-Teufelskreis“ kommst? Und weshalb ist dieser in Online spielen so extrem?

Dies liegt an der Dynamik, der Plattform: Einer eigenen Welt in der es darum geht, den Gegner zu besiegen. Um jeden Preis. Natürlich willst du diese Welt nicht verlassen. Es macht eigentlich Spaß in Destiny durch die Gegend zu fliegen, in CS:GO jemanden zu Snipen oder in Leage of Legends einen Pentakill zu machen. Doch wenn diese Stimmung kippt, du zum Beispiel einen dummen Fehler machst und dich ärgerst, aber der Situation auch nicht entfliehen kannst oder willst, dann versuchst du es einfach nochmal. Auf die selbe Art und Weise. Und so entsteht Tilt.

Wie kannst du das umgehen? – Wie kannst du aus diesem Teufelskreislauf ausbrechen?

Die Antwort ist gar nicht so weltbewegend: mach eine Pause oder spiele etwas Anderes. Wenn du erstmals frustriert bist, kannst du nur aufhören immer wieder die selben Fehler zu machen, indem du etwas ganz anderes machst. Damit tust du dir selbst (und deinem Team) einen großen Gefallen.

Beitragsbildrechte: Riot Games

Freier Auto: Jonas Harms