Magic: The Gathering – Von Anfängern für Anfänger I

Magic: The Gathering – Von Anfängern für Anfänger I

Juli 19, 2019 0 Von Ahmed Gurtmann

Viele von euch werden gerade wenn sie in meinem Alter sind, häufig mit Trading Card Games in Kontakt gekommen sein. Nicht nur in der frühen Schulzeit, sondern auch noch danach waren sie bei mir immer ein Thema. Dabei gab es eine Menge verschiedener Spiele, die sich am Markt durchsetzen wollten.

Gerne nahm man Anime-Franchises als Vorbild, um so eine bereits vorhandene Zielgruppe anzusprechen. – Und dann gab es Magic the Gathering. Das Spiel, dass schon vor allen Anderen da war. Der große Bruder aller Sammelkartenspiele. Damals bin ich noch nicht in den Genuss dieses riesigen Fantasy-Karten-Universums gekommen, doch vor kurzem betrat ich diese Welt und war fasziniert. Eine unfassbare Menge an Karten, fast 20.000, die über die letzten 26 Jahre verteilt erschienen sind und jede hat mehr oder weniger ihre Daseins-Berechtigung.

Nun war es zu Beginn für mich erstmal sehr schwierig, zu verstehen, wie das komplette System des Spiels funktioniert. Um einen kleinen Einblick zu geben, werde ich erst einmal die grundlegenden Regeln erklären, die in Magic: the Gathering gelten.

Die Karten:

Wie bereits gesagt gibt ist in Magic: The Gathering unglaublich viele verschiedene Karten. Zum unserem Glück lassen diese sich in mehrer Kategorien unterteilen. Zuallererst wird zwischen “Permanents / Bleibenden” und “Non-Permanents / Nicht Bleibenden” unterschieden.

Zu den Permanents gehören “Lands / Länder”, “Creatures / Kreaturen”, “Artifacts / Artefakte”, “Enchantments / Verzauberungen” und “Planeswalker/n”. Diese sind, wie der Name schon sagt, Karten die auf dem Spielfeld liegen bleiben.

Die Non-Permanents, unterteilt in “Instants / Spontanzauber” und “Sorceries / Hexereien”, sind Karten die einen einmaligen Effekt haben. Mit Ausnahme der Länder werden alle Karten in Magic als “Spells / Zauber” bezeichnet. Außerdem hat lässt sich jede Karte einer von fünf beziehungsweise sechs Farben zuteilen. Weiß, Blau, Schwarz, Rot, Grün, Farblos und allen daraus möglichen Farbkombinationen. Für Alle Karten gilt – Der Kartentext/Effekt überschreibt die Grundregeln.

Länder:

Länder sind wahrscheinlich die wichtigsten Karten im Spiel. Denn ohne Länder kann man seine Spells gar nicht erst spielen. Denn alle Spells haben Mana-Kosten und die Länder stellen deine Mana-Reserve dar. Alle Basis-Länder können für ein Mana ihrer Farbe getappt werden. Das bedeutet, dass sie um 90 Grad gedreht werden um anzuzeigen das sie bereits benutzt wurden. Eine getappte Karte kann nicht erneut getappt werden, bis sie ge-untappt wird.

Jede Karte, die kein Land ist, hat Manakosten (bei einigen ist es 0). Die Manakosten findet man oben Rechts auf der Karte in Form von kleinen Manasymbolen. Wenn das Symbol einer der Farben entspricht muss es auch mit der passenden Farbe bezahlt werden. Ist es ein grauer Kreis mit einer Zahl, so muss man beliebiges Mana in Höhe der Zahl bezahlen.

Kreaturen:

Kreaturen sind Brot und Butter der meisten Decks. Sie können jede Runde angreifen und damit die Lebenspunkte des Gegners auf Null bringen. Anders als in vielen anderen Trading Card Games kann man sich nur zwischen Angriff und nicht-Angriff entscheiden. Dabei kann man nur seinen Gegner und seine Planeswalker angreifen, aber nicht seine Kreaturen.

Artefakte:

Artefakte sind, meist Farblose, magische Gegenstände. In den meisten Fällen können sie getappt werden um Effekte zu aktivieren. Sie stellen neben Ländern die zweite große Manaquelle dar. Einige der so aktivierbaren Fähigkeiten kosten neben dem tappen ebenfalls Mana.

Verzauberungen:

Die meisten Verzauberungen bringen bleibende Effekte. Es gibt generelle Verzauberungen die alles beeinflussen und solche, die nur eine einzige Kreatur betreffen.

Planeswalker:

Die Planeswalker sind Story-technisch die Helden (oder Bösewichte) der Geschichte. Vom Artwork her könnten sie für Kreaturen gehalten werden. Einmal gespielt können sie einmal pro Runde einen ihrer mächtigen Effekte aktivieren.

Hexereien:

Hexereien sind Zauber mit einem einmaligen Effekt die man nur in seiner eigenen Runde spielen kann.

Spontanzauber:

Im Gegensatz zu Hexereien können Spontanzauber, wie es der Name schon sagt, immer aktiviert werden.

Wie geht’s weiter?

Nun habt ihr die Grundregeln von Magic und die ersten Eigenschaften der Karten gelernt. Aber damit kratzt ihr nur an der Oberfläche eine großen Universums. Weitere Artikel, zu anderen Spielmodi, sowie Strategien und Effekt-Erklärungen findet ihr dann in Zukunft bei uns. Sollten noch irgendwelche Fragen bestehen, schreibt gerne einen Kommentar!

Beitragsbildrechte: Magic the Gathering (Wizards of the Coast)