G2A wird auf frischer Tat ertappt – Betrug und Diebstahl

G2A wird auf frischer Tat ertappt – Betrug und Diebstahl

Juli 9, 2019 0 Von Henri Briese

G2A und sein dubioses Geschäft

Fast jedem Gamer, der am PC zockt, ist G2A ein Begriff. Der “Graumarkt” bietet von zahlreichen Keys, über CSGO-Skins bis hin zu Coins so ziemlich alles an. Doch in den vergangenen Tagen ist das Unternehmen einmal aufs Neue massiv in die Kritik geraten. Indie-Entwickler forderten dazu auf, die Spiele lieber illegal herunterzuladen, als sie bei G2A zu erwerben. Die Plattform versuchte mit “positiven Berichten” zu antworten. Doch diese Idee ging ziemlich nach hinten los. Bei vielen Spiele-Entwicklern ist das Unternehmen verhasst. Denn es passiert nicht selten, dass der Händler Keys verkauft, die aus illegaler bzw. dubioser Quelle stammen. Zwar wird dementiert, dass auf G2A mit gestohlenen Kreditkarten erworbene Schlüssel verkauft werden, doch von Publisher-Seite sieht das ganz anders aus. Denn diese müssen regelmäßig horrende Summen an Kreditkartenunternehmen zahlen, um die Unkosten zu decken.

Artikel gegen Geld

Sogenannte “Advertorials” sind im Marketing-Bereich nichts Neues. Doch sind diese in fast jedem Land auch als solche zu kennzeichnen. – Ein Mitarbeiter von G2A namens Adrian ist in genau dieses Fettnäpfchen getreten. Er schrieb mehrfach größere Redaktionen an und bat ihnen an, einen “objektiven Artikel” zu schreiben, der erklärt, dass es praktisch unmöglich sei, auf Spiele-Marktplätzen gestohlene Keys zu verkaufen.

Sei der Seitenbetreiber interessiert, solle er sich melden, um über den Preis und weitere Detials zu sprechen. Im oben verlinkten Tweet von Thomas Faust ist genau dies zu sehen. Es wird explizit verlangt, dass der Artikel nicht als “sponsored” gekennzeichnet wird und auch so nicht mit G2A in Verbindung gebracht werden. Der Online-Händler schob die Schuld nun komplett in die Schuhe des einzelnen Mitarbeiters, er hätte die Mails ohne Autorisierung und aus eigenen Stücken geschrieben. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist fraglich, aber die Vertrauenswürdigkeit von G2A sinkt langsam gegen Null.

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